Fütterungsfragen

Dein Pferd liegt Dir am Herzen – hier findest Du Antworten auf die meistgestellten Fragen rund um die Kräuterfütterung und erfährst, wie Du die Gesundheit und das Wohlbefinden Deines Pferdes fördern kannst.

Verträglichkeit und Eignung von verschiedenen Kräutern

  • Ab welchem Alter darf ich meinem Pferd Kräuter füttern?

    Unsere HERB CARE Kräutermischungen können unabhängig vom Alter gefüttert werden. Bei bestehenden Erkrankungen sollte jedoch erst ein Tierarzt zu Rate gezogen werden. Bei der Fütterung von ganzen Hagebutten sollte darauf geachtet werden, dass die Zähne des Pferdes intakt sind, daher sind sie meist für ältere Pferde nicht geeignet. 

  • Gibt es Pferde, die grundsätzlich keine Kräuter bekommen sollten (z. B. tragende Stuten, Fohlen, bestimmte Vorerkrankungen)?

    Tragenden oder laktierenden Stuten sollten keine Kräuter gefüttert werden, da manchen Kräutern eine abtreibende Wirkung nachgesagt wird. Bei jeglicher Art von Vorerkrankungen sollte immer erst ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, bevor man mit der Kräuterfütterung startet. Es ist möglich die Kräutermischungen unabhängig vom Alter zu verfüttern. 

Dauer und Zeitpunkt der Fütterung

  • Wie lange darf ich Kräuter am Stück füttern – ist eine dauerhafte Gabe sinnvoll oder sollte man Pausen machen?

    Wir empfehlen die Kräutermischungen immer kurweise über einen Zeitraum von 8 bis 12 Wochen zu füttern. Zwischen den Gaben raten wir zu einer Fütterungspause von mindestens 8 Wochen.  

  • Gibt es einen optimalen Zeitpunkt im Jahresverlauf, um Kräuter zu füttern (z. B. Fellwechsel, Sommer, Winter)?

    Nein. Die Kräuter sollten immer nur nach Bedarf gefüttert werden. Das ist von der Jahreszeit unabhängig.

  • Wie lange dauert es in der Regel, bis ich eine Wirkung der Kräuterfütterung bei meinem Pferd bemerke?

    Diese Frage kann pauschal nicht beantwortet werden. Kräuter sollten aber mindestens über einen Zeitraum von 14 Tagen gefüttert werden, um eine Wirkung beurteilen zu können. 

  • Ist es sinnvoll, Kräuter regelmäßig zu wechseln, damit sich das Pferd nicht „daran gewöhnt“?

    Das ist nicht notwendig. Allerdings raten wir zu Fütterungspausen von min. 8 Wochen zwischen den einzelnen Fütterungsintervallen. 

Kombination und Dosierung von Kräutern

  • Kann ich mehrere Kräutermischungen gleichzeitig füttern, oder sollte ich mich auf ein Produkt konzentrieren?

    Bei der Kräuterfütterung sollte man sich auf eine ausgewählte Mischung konzentrieren und nicht mehrere Mischungen miteinander kombinieren.

  • Wie stelle ich die richtige Dosierung sicher?

    Auf den Etiketten unserer Kräutermischungen ist eine Fütterungsempfehlung vermerkt. Wir empfehlen täglich 10g je 100 kg Soll-Körpergewicht über einen Zeitraum von 8 bis 12 Wochen zu verfüttern. 

  • Was sollte ich beachten, wenn mein Pferd Kräuter zunächst nicht fressen möchte?

    In diesem Fall kann man versuchen die Kräuter mit einem besonders schmackhaften Futter zu kombinieren. Hier eignet sich beispielsweise ein Mash.

  • Kann ich Kräuter auch mit Mineralfutter, Mash oder Medikamenten kombinieren?

    Die Kräuterfütterung kann problemlos mit Mash oder Mineralfutter kombiniert werden. Die Kombination mit Medikamenten sollte nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt erfolgen.

Qualität und Zubereitung von Kräutern

  • Macht es einen Unterschied, ob ich Kräuter trocken oder aufgebrüht (als Tee/Heißaufguss) verfüttere?

    Bei Kräutermischungen wie Herb Care Broncho kann es sinnvoll sein diese mit heißem Wasser aufzugießen, da die enthaltenen ätherischen Öle so besser freigesetzt werden. Bei Herb Care Gastro macht ein Kaltauszug Sinn, weil sich die Schleimstoffe auf diese Weise besser bilden. 

  • Wie unterscheidet sich die Wirkung einzelner Kräuter von einer gezielten Kräutermischung?

    Unsere Kräutermischungen sind so gewählt, dass sie sich in ihrer Wirkung ergänzen und gemäß Phytotherapie einen synergetischen also verstärkenden Effekt haben. 

  • Gibt es Qualitätsunterschiede bei der Darreichungsform der Kräuter, die für die Fütterung wichtig sind?

    Nein. Die Darreichungsform hat keinen Einfluss auf die Qualität der Kräuter.

  • Was ist der Unterschied zwischen getrockneten Kräuter, Kräuterextrakten und Ölen?


    Kräuter oder einzelne Inhaltsstoffe können in unterschiedlicher Form vorliegen:


    Getrocknete, qualitativ hochwertige Kräuter enthalten dabei meist ein komplexes Gemisch verschiedener Inhaltsstoffe.


    Ätherische Öle werden meist durch Dampfdestilation gewonnen. Hier ist dann nur ein begrenzter Anteil an Pflanzenstoffen enthalten. Zudem ist die Haltbarkeit gegenüber getrockneten Kräutern begrenzt.


    Kräuterauszüge stellen meist eine Anreicherung von Wirksubstanzen dar. Handelt es sich bei dem Extraktionsmittel beispielsweise um Wasser, so können fettlösliche Substanzen nicht aus der Pflanze gelöst werden. Sie sind dann auch nicht im Extrakt enthalten.


Kräuter für spezielle Anwendungsbereiche

  • Gibt es Kräuter, die speziell den Stoffwechsel anregen und beim Abnehmen helfen können?

    Es gibt Kräuter wie Mönchspfeffer die unterstützend bei Stoffwechselerkrankungen eingesetzt werden. Dies sollte aber immer in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen. Es gibt jedoch keine Kräuter, die zu einer Gewichtsreduktion führen. In diesem Fall sollte auf ein entsprechendes Fütterungsmanagement und ausreichend Bewegung geachtet werden.

  • Welche Kräuter können die Verdauung fördern und Blähungen vorbeugen?

    Kräuter wie Anis, Fenchel und Kümmel können in diesem Fall unterstützend eingesetzt werden. 

  • Gibt es Pflanzen, die die Hufqualität oder das Fellwachstum fördern?

    Nein.

Organspezifische Fragen zur Kräuterfütterung

Themenbereich: Atemwege

  • Welche Kräuter eignen sich allgemein, um die Atemwege von Pferden zu unterstützen?

    Traditionell werden verschiedene Kräuter zur Unterstützung der Atemwege eingesetzt. Entzündungshemmend wirken Thymian, Spitzwegerich und Schwarzkümmelsamen. Schleimlösend und fördernd für die Bronchialschleim-Verflüssigung sind Süßholzwurzel, Fenchel und Schlüsselblume. Thymian, Lindenblüten und Malve können die Bronchien beruhigen. Immunstärkend können Malve, Holunder und Eukalyptus sein. 

    Die Auswahl richtet sich nach den Symptomen: Bei trockenem Husten eignet sich Malve, bei festsitzendem Schleim Süßholzwurzel, Thymian, Schlüsselblume oder Fenchel. In unserem Wissensartikel „Bronchien stärken beim Pferd“ findest du weitere Informationen zu diesem Thema.  

  • Gibt es Kräuter, die schleimlösend wirken und so das Abhusten erleichtern können?

    Traditionell werden Süßholwurzel, Fenchel und Schlüsselblume für ihre schleimlösenden Eigenschaften geschätzt. 

  • Welche Pflanzen helfen, die Atemwege bei staubiger Stallluft oder Heuqualität zu entlasten?

    Kräuter können hier nur bedingt eine Entlastung schaffen. Hier ist es wichtig auf eine saubere Umgebungsluft und eine entsprechende Heuqualität zu achten, um die Atemwege des Pferdes gesund zu erhalten. 

  • Ab wann sollte ich Kräuter für die Atemwege füttern –bei akuten Symptomen oder schon vorbeugend?

    Kräuter sollten immer nur im Bedarfsfall gefüttert werden. Wenn gesundheitliche Probleme bestehen, sollte immer auch Rücksprache mit dem Tierarzt gehalten werden. 

  • Darf ich die Atemwegskräuter gleichzeitig mit schleimlösenden Medikamenten geben?

    Eine Kombination aus Kräuter- und Medikamentengabe sollte immer nur in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen.

Themenbereich: Magen

  • Welche Kräuter können das empfindliche Magenmilieu von Pferden unterstützen und beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt wirken – insbesondere bei Stress, empfindlicher Verdauung oder Neigung zu Magengeschwüren?

    Bei Pferden mit einem empfindlichen Magen haben sich Pflanzen mit schleimbildenden, krampflösenden und beruhigenden Eigenschaften bewährt, da sie das empfindliche Gleichgewicht im Magen positiv beeinflussen können. 


    In der Kräutermischung HERB CARE GASTRO werden gezielt solche Kräuter kombiniert: 


    Malvenblätter enthalten natürliche Schleimstoffe und werden traditionell zur sanften Begleitung bei Reizungen im Magen-Darm-Trakt eingesetzt. Sie können eine schützende Schicht auf der Schleimhaut bilden und so zur Beruhigung des empfindlichen Magenmilieus beitragen. 


    Melisse wird aufgrund ihrer beruhigenden und krampflösenden Eigenschaften geschätzt. Sie kann helfen, stressbedingte Belastungen im Magen-Darm-Trakt zu reduzieren und die Verdauung harmonisch zu begleiten. 


    Süßholz gilt als traditionell eingesetztes Kraut mit schleimhautschützenden und mild entzündungshemmenden Eigenschaften. In der Kräuterlehre wird es zudem wegen seiner krampflösenden Wirkung geschätzt und kann so die Magenfunktion unterstützen. 


    Die Kombination dieser Kräuter eignet sich besonders für Pferde mit empfindlichem Magen, bei Stressbelastung, sensibler Verdauung oder einer Neigung zu Magengeschwüren und kann die natürliche Funktion des Magen-Darm-Trakts begleitend unterstützen. 

  • Können Kräuter auch dabei helfen, die Futteraufnahme und den Appetit zu fördern?

    Es gibt Kräuter wie beispielsweise die Artischocke, die appetitanregend wirken können. Wichtig ist jedoch in erster Linie abzuklären, welche Gründe für eine reduzierte Futteraufnahme vorliegen.  

  • Unterstützen Magenkräuter auch Pferde mit Stress, z. B. beim Transport oder Stallwechsel?

    Nein. Die Wirkung dieser Kräuter zielt nur auf den Magen ab und wirkt sich nicht auf das Gemüt aus. 

  • Welche Unterschiede gibt es zwischen Kräutern für den Magen und klassischen Magenschutzpräparaten?

    Kräuter für den Magen können eine unterstützende und lindernde Wirkung darstellen. Protonenpumpenhemmer, wie sie häufig in der Therapie von Magengeschwüren eingesetzt werden, reduzieren hingegen die Magensaftsekretion.  

Themenbereich: Leber

  • Wann ist eine Leberkur mit Kräutern sinnvoll?

    Pauschal lässt sich diese Frage leider nicht beantworten. Grundsätzlich gilt es darauf zu achten Leberbelastende Faktoren wie Schimmel, Giftpflanzen und Parasiten zu vermeiden. Zusätzlich sollte auf die Futterqualität und sauberes Tränkewasser geachtet werden. Generell sollten Kräuter nur im Bedarfsfall gefüttert werden. Wenn gesundheitliche Probleme bestehen, sollte immer auch Rücksprache mit dem Tierarzt gehalten werden. 

  • Welche Kräuter sind bekannt dafür, die Leberfunktion beim Pferd zu unterstützen?

    Zur Unterstützung der Leberfunktion beim Pferd werden traditionell insbesondere Mariendistel, Löwenzahn und Artischocke eingesetzt. Mariendistel enthält Silymarin, dem eine leberschützende Wirkung zugeschrieben wird. Löwenzahn wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd und kann den Gallenfluss anregen. Artischocke unterstützt mit ihren Bitterstoffen ebenfalls die Verdauung und wird traditionell ebenfalls zur Leberpflege eingesetzt.  

Themenbereich: Nieren

  • Ist eine Nierenmischung nur für Pferde mit bestehenden Problemen sinnvoll, oder auch vorbeugend?

    Kräuter sollen nur im Bedarfsfall gefüttert werden. Wenn gesundheitliche Probleme bestehen, sollte immer Rücksprache mit einem Tierarzt gehalten werden. 

  • Können Nierenkräuter gleichzeitig mit entwässernden Medikamenten gegeben werden?

    Bevor Kräuter mit der Gabe von Medikamenten kombiniert werden, sollte immer erst Rücksprache mit einem Tierarzt gehalten werden. 

  • Gibt es bestimmte Pferde (z. B. ältere oder stoffwechselkranke), die besonders von einer Nierenunterstützung profitieren?

    Nein.  

  • Welche Kräuter können die Nierenfunktion beim Pferd auf natürliche Weise unterstützen?

    Es gibt einige Kräuter, die die natürliche Funktion der Nieren unterstützen können. Hierzu zählen beispielsweise Brennnessel oder auch Birkenblätter, wie sie in unserem Herb Care Rena zu finden sind.  

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